Didaktische Reduktion nach Grüner: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Mediawiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
 
(7 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 2: Zeile 2:
 
* Gustav Grüner unterscheidet nach <em>horizontaler</em> und <em>vertikaler</em> Reduktion</p>
 
* Gustav Grüner unterscheidet nach <em>horizontaler</em> und <em>vertikaler</em> Reduktion</p>
 
Absolut notwendig ist es, bei der Reduktion der Lerninhalte die drei Grundsätze zu beachten:
 
Absolut notwendig ist es, bei der Reduktion der Lerninhalte die drei Grundsätze zu beachten:
−
 
+
<br>
 
1. Fachliche Korrektheit
 
1. Fachliche Korrektheit
 +
<br>
 
2. Fachliche Ausbaufähigkeit
 
2. Fachliche Ausbaufähigkeit
 +
<br>
 
3. Angemessenheit
 
3. Angemessenheit
  
Zeile 11: Zeile 13:
 
Reduktion besteht darin, das abstrakte Aussagen anschaulich durch Hilfsmittel, wie
 
Reduktion besteht darin, das abstrakte Aussagen anschaulich durch Hilfsmittel, wie
 
Skizzen, Bilder, Versuche, Filme oder anderen Methoden erläutert werden.
 
Skizzen, Bilder, Versuche, Filme oder anderen Methoden erläutert werden.
 +
Der Gültigkeitsumfang bleibt unverändert, es wird jedoch das Thema auf eine allgemeingültige, aber konkrete und anschauliche Aussage reduziert.
  
 
== Vertikale Reduktion ==
 
== Vertikale Reduktion ==
Zeile 16: Zeile 19:
 
Kernaussagen zurück greift. Dabei kann sowohl der Schwierigkeitsumfang als auch der
 
Kernaussagen zurück greift. Dabei kann sowohl der Schwierigkeitsumfang als auch der
 
Gültigkeitsumfang eingeschränkt werden, um eine verständlichere Darstellung zu erreichen.
 
Gültigkeitsumfang eingeschränkt werden, um eine verständlichere Darstellung zu erreichen.
 +
Eine allgemeingültige, abstrakte wissenschaftliche Aussage wird auf einen leichten, fasslichen Teilaspekt der Ausgangsaussage reduziert. Ziel ist es, etwas schülermäßig darzustellen, es zu elementarisieren, zu vereinfachen, fasslich zu machen.
 +
Die Grenzen sind in der Wahrung des Bezugs zur Realität, sowie in der Sicherung des fachlichen Grundwissens zu finden.
 +
(vgl. Grüner, G. 1978 S. 85ff: Bausteine zur Berufsschuldidaktik).

Aktuelle Version vom 21. Februar 2025, 10:57 Uhr

  • Gustav Grüner unterscheidet nach horizontaler und vertikaler Reduktion

Absolut notwendig ist es, bei der Reduktion der Lerninhalte die drei Grundsätze zu beachten:
1. Fachliche Korrektheit
2. Fachliche Ausbaufähigkeit
3. Angemessenheit

Horizontale Reduktion:

Bei der horizontalen Reduktion wird am fachlichen Sachverhalt nichts verändert. Die Reduktion besteht darin, das abstrakte Aussagen anschaulich durch Hilfsmittel, wie Skizzen, Bilder, Versuche, Filme oder anderen Methoden erläutert werden. Der Gültigkeitsumfang bleibt unverändert, es wird jedoch das Thema auf eine allgemeingültige, aber konkrete und anschauliche Aussage reduziert.

Vertikale Reduktion

Die vertikale Reduktion kommt dabei einer Inhaltsreduktion nahe, die nur auf die Kernaussagen zurück greift. Dabei kann sowohl der Schwierigkeitsumfang als auch der Gültigkeitsumfang eingeschränkt werden, um eine verständlichere Darstellung zu erreichen. Eine allgemeingültige, abstrakte wissenschaftliche Aussage wird auf einen leichten, fasslichen Teilaspekt der Ausgangsaussage reduziert. Ziel ist es, etwas schülermäßig darzustellen, es zu elementarisieren, zu vereinfachen, fasslich zu machen. Die Grenzen sind in der Wahrung des Bezugs zur Realität, sowie in der Sicherung des fachlichen Grundwissens zu finden. (vgl. Grüner, G. 1978 S. 85ff: Bausteine zur Berufsschuldidaktik).