Didaktische Reduktion nach Grüner: Unterschied zwischen den Versionen
| Zeile 21: | Zeile 21: | ||
Eine allgemeingültige, abstrakte wissenschaftliche Aussage wird auf einen leichten, fasslichen Teilaspekt der Ausgangsaussage reduziert. Ziel ist es, etwas schülermäßig darzustellen, es zu elementarisieren, zu vereinfachen, fasslich zu machen. | Eine allgemeingültige, abstrakte wissenschaftliche Aussage wird auf einen leichten, fasslichen Teilaspekt der Ausgangsaussage reduziert. Ziel ist es, etwas schülermäßig darzustellen, es zu elementarisieren, zu vereinfachen, fasslich zu machen. | ||
Die Grenzen sind in der Wahrung des Bezugs zur Realität, sowie in der Sicherung des fachlichen Grundwissens zu finden. | Die Grenzen sind in der Wahrung des Bezugs zur Realität, sowie in der Sicherung des fachlichen Grundwissens zu finden. | ||
| − | (vgl. | + | (vgl. Grüner, G. 1978 S. 85ff: Bausteine zur Berufsschuldidaktik). |
Aktuelle Version vom 21. Februar 2025, 10:57 Uhr
- Gustav Grüner unterscheidet nach horizontaler und vertikaler Reduktion
Absolut notwendig ist es, bei der Reduktion der Lerninhalte die drei Grundsätze zu beachten:
1. Fachliche Korrektheit
2. Fachliche Ausbaufähigkeit
3. Angemessenheit
Horizontale Reduktion:
Bei der horizontalen Reduktion wird am fachlichen Sachverhalt nichts verändert. Die Reduktion besteht darin, das abstrakte Aussagen anschaulich durch Hilfsmittel, wie Skizzen, Bilder, Versuche, Filme oder anderen Methoden erläutert werden. Der Gültigkeitsumfang bleibt unverändert, es wird jedoch das Thema auf eine allgemeingültige, aber konkrete und anschauliche Aussage reduziert.
Vertikale Reduktion
Die vertikale Reduktion kommt dabei einer Inhaltsreduktion nahe, die nur auf die Kernaussagen zurück greift. Dabei kann sowohl der Schwierigkeitsumfang als auch der Gültigkeitsumfang eingeschränkt werden, um eine verständlichere Darstellung zu erreichen. Eine allgemeingültige, abstrakte wissenschaftliche Aussage wird auf einen leichten, fasslichen Teilaspekt der Ausgangsaussage reduziert. Ziel ist es, etwas schülermäßig darzustellen, es zu elementarisieren, zu vereinfachen, fasslich zu machen. Die Grenzen sind in der Wahrung des Bezugs zur Realität, sowie in der Sicherung des fachlichen Grundwissens zu finden. (vgl. Grüner, G. 1978 S. 85ff: Bausteine zur Berufsschuldidaktik).