Kompetenzraster in der Lehrer.innenausbildung

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Kompetenzraster sind systematische Instrumente zur Erfassung, Förderung und Reflexion individueller Kompetenzentwicklungen. Sie basieren auf der grundlegenden Haltung, dass Lernen ein individueller Prozess ist, der unterschiedliche Einstiegsvoraussetzungen, Lernwege und Entwicklungsgeschwindigkeiten berücksichtigt. Entwickelt wurden Kompetenzraster in Deutschland insbesondere im Kontext der Reformpädagogik, des selbstorganisierten Lernens und der Berufsbildung. In der Lehrerbildung finden sie zu-nehmend Anwendung in Studienseminaren, Kompetenzzentren (z. B. NRW) und pädagogischen Hochschulen (z. B. PH Zürich, PH Steiermark). Dort dienen sie der didaktischen Strukturierung, Lerntransparenz und Feedbackorientierung. Ihre Funktion liegt darin, Lernwege sichtbar zu machen, Orientierung zu bieten und Selbststeuerung zu ermöglichen. Für die Ausbildenden sind sie Grundlage zur individuellen Beratung, für die Lernenden ein Werkzeug zur Planung, Durchführung und Reflexion ihres professionellen Lernens. Grundlegend für die Erstellung differenzierter Kompetenzraster ist ein Taxonomiemodell, das Lernprozesse entlang kognitiver Anforderungen und Wissensarten beschreibt. In dieser Handreichung wird das Modell von Anderson und Krathwohl (2001) verwendet, eine Weiterentwicklung des klassischen Modells von Bloom. Es unterscheidet zwischen sechs kognitiven Prozessdimensionen (von „Erinnern“ bis „Kreieren“) und vier Wissensarten (faktisch, konzeptionell, prozedural, metakognitiv). Ausgenommen sind demnach die Personalen Kompetenzen. Inwieweit diese mit abgebildet werden sollen, ist Gegenstand der weiteren Diskussion.

Datei:Kompetenzraster Handlungsanleitung Vollversion.pdf

Datei:Kompetenzraster Informationsblatt.pdf

Datei:2 LS2.x M01 Verben zur Formulierung von Kompetenzbeschreibungen.pdf