Kriterien für die Entwicklung von Lernsituationen

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Lernsituationen als zentrales Element der Handlungsorientierung
Lernsituationen rekonstruieren berufliche oder fachliche Zusammenhänge. Sie stellen den Lernkontext dar, in dem es um die zu bearbeitende exemplarische Handlungssituation in einem Anwendungszusammenhang geht. Im Lern- und Arbeits-prozess wird die Lernsituation als vollständige Handlung realisiert. Ergebnisse der entsprechenden Lernaktivität zeigen sich im Handlungsergebnis.
Lernsituationen konkretisieren demnach didaktisch-methodische Planungen, die handlungsorientiert zum Erwerb von Hand-lungskompetenz dienen und dazu exemplarisch von konkreten Handlungssituationen ausgehen und diese schülerorientiert bearbeiten.
Lernsituationen werden als thematische Einheiten verstanden, bei denen unter Berücksichtigung des fächerübergreifenden Lernens und der Phasen der vollständigen Handlung die Bearbeitung einer Aufgaben-, Frage- bzw. Problemstellung auf verschiedenen, nach Möglichkeit offenen, Wegen erreicht werden kann.
Lernsituationen sind im berufsbezogenen Lernbereich und grundsätzlich auch im berufsübergreifenden Lernbereich die be-vorzugte Form von didaktisch-methodischer Planung.
Jede Lernsituation enthält die grundlegenden Anforderungen. Lernsituationen können fachsystematische Lernphasen ent-halten, um den handlungssystematischen Lernprozess zu unterstützen. Dabei ist keine besondere Methode vorgeschrieben.
(Quelle: https://schucu-bbs.nline.nibis.de/nibis.php?menid=116, abgerufen am 30.04.2018, 14:38 Uhr)



Lernsituationen:
• Lernsituationen strukturieren und konkretisieren Lernfelder. Hierbei sind die spezifischen Rahmenbedingungen einer Schule zu berücksichtigen.
• Lernsituationen im Wirtschaftslehreunterricht orientieren sich an betrieblichen Problemstellungen, ohne den Bil-dungsauftrag der Berufsschule zu vernachlässigen.
• Handlungsorientiert ausgerichtete Lernsituationen beinhalten eine vollständige Handlung, in der die Schülerinnen und Schüler reale Problemstellungen bearbeiten.
• Lernsituationen richten sich verstärkt an den Grundsätzen des selbstorganisierten Lernens aus.
• Lernsituationen dienen dem Aufbau einer kognitiven Struktur, die einerseits eine Wissensstruktur mit fachwissen-schaftlichen Inhalten als auch eine Problemlösestruktur mit Problemlöseverfahren beinhaltet. Beide Ebenen sind gleichrangig anzusehen.
• Lernsituationen stehen nicht als Übungen am Ende eines Lernprozesses, vielmehr gestalten sie diesen selbst.
• Bezugsgröße für Lernsituationen sind Modellunternehmen.